USA – Westküste: Roadtrip

Nach unserem Kanada – Arbeitsaufenthalt wollen wir nun die Chance nutzen und einen Roadtrip durch den Westen der USA anhängen, um bekannte und auch unbekannte Nationalparks zu besuchen, wandern zu gehen, Städte zu erkunden, Eindrücke zu sammeln, zu entspannen und die USA ein bisschen kennen zu lernen.

Dafür haben wir uns 2,5 Wochen Zeit genommen und fahren mit einem Mietauto, ab dem 10.02.2018, von Seattle nach Los Angeles.Wir freuen uns schon, euch von unserem Roadtrip zu berichten.

Tag 0: Vancouver – Seattle – Richtung Astoria

Am 10.02.2018 sind wir zeitig aufgestanden und haben uns anschließend auf den Weg zum Busbahnhof Vancouver, dem Pacific Center, gemacht. Es war eine ganz schöne Tour, denn wir mussten durch die halbe Stadt, 2x umsteigen und Marc hatte neben seinem 15kg schweren Rucksack auch noch den 30 kg schweren Skisack zu buckeln. Gegen Mittag ging dann unsere Busfahrt nach Seattle los. Der Grenzübergang verlief ganz entspannt, obwohl wir ein Messer mit einschmuggelten.
In Seattle nahmen wir dann einen Zug zum Airport Seattle/Tacoma und holten anschließend unser Mietauto ab. Wir haben das Auto über den ADAC gebucht, bei der Firma Alamo. Alles ging super schnell und wir durften uns sogar selbst ein Auto aussuchen. Nach längerer Überlegung und mehrmaligem umklappen der Sitze, haben wir uns für einen KIA Sportage, mit 4×4 und USB-Charger, entschieden. Und los ging sie – unsere Fahrt Richtung Astoria. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz einer Kirche – ziemlich abgelegen. Leider war der Platz nicht öffentlich und wir wurden 2:00 Uhr nachts von einem Polizisten geweckt, der uns freundlich darauf aufmerksam machte.

 

Tag 1:  Astoria

Am frühen Morgen brachen wir gegen 6:00 Uhr auf und fuhren noch in der Dunkelheit Richtung Astoria. Kurz vor der Stadt machten wir ein spärliches Frühstück mit Kaffee und Müsliriegel am Ozean. In Astoria angekommen, besuchten wir zuerst den Lewis and Clark Nationalpark mit dem errichteten Fort. Im Touriusmusbüro lernte wir eine historische Faktem zum Park und konnten gleich unseren Annual Pass für alle Nationalparks der USA kaufen. Zu unserer Überraschung kostete der Pass nicht 80 $ pro Person, sondern für uns beide zusammen. Am Nachmittag besuchten wir das Peter Iredale Schiffswrack, das vor vielen Jahren am Strand vor Astoria auf Grund gelaufen ist. Die Überreste können heute noch bestaunt werden – vielen Dank für den guten Tipp Natalie 😊 Auch der Strand war wundervoll – kilometerlang und riesige Wellen. Einige Amerikaner testeten sogar ihre Pickups im Sand. Am Abend fanden wir einen wunderschönen und vollkommen ruhigen Schlafplatz an einem Wasserfall.

Tag 2: Oregon Coast

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht fuhren wir weiter entlang der Oregon Coast. Diese ist wirklich sehr sehenswert – mit riesigen Wellen, schroffen Felsen und wilder Natur. Wir stoppten mehrmals an den View – Points und genossen die Ausblicke. Unser Tagesziel waren die Dünen Nähe Reedsport. Dort machten wir einen Spaziergang und Marc zog sogar die Schuhe aus im Sand. Jedoch verlief der Weg schon bald in einen Wald hinein und das Barfuß – Laufen endete in einer Kneippkur.  Nach dem Strandspaziergang fuhren wir weiter und fanden einen wunderschönen Schlafplatz am Meer – direkt an den Sister Rocks. Diese erkletterten wir am Abend noch und machten eine Fotosession bei Sonnenuntergang.

 

Tag 3: Redwoods

Wie immer wollen wir die Sonnenstunden der kurzen Wintertage voll auskosten: aufstehen um 6 Uhr. Anschließend eine kurze Fahrt durch die Nacht bis die Sonne aufgeht. Ziel ist der Redwoods-National-Park. Wir besuchen kurz das Visitor-Center in Orick und holen die limitierte Permit für den Tall-Trees-Trail. Da Nebensaison ist, ist es kein Problem diese zu bekommen. Zum Abschied werden wir noch vor den Schwarzbären und Berglöwen gewarnt. Nach einer 15meilen-Fahren über Schotterpisten kommen wir zum Ausgangspunkt. Unsere 5 Meilen Wanderung führte uns mitten in den Wald zu den größten Bäumen der Erde – und sie waren wirklich groß: ca. 130m hoch! Wir fühlten uns durch das Moos und die mannshohen, dichten Farne wie im Urwald. Unseren Mittagssnack – Toast mit Nutella – nahmen wir an einem Fluss in der Sonne ein. Es war ein wirklich wunderschöner Trail. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Lassen Volcanic Park und fanden erst spät am Abend einen Schlafplatz auf einem Parkplatz.

Tag 4: Lassen Volcanic Nationalpark

Der Lassen Volcanic Nationalpark in Kalifornien ist ein noch teilweise aktives Vulkangebiet mit heißen Quellen und vielen schönen Wanderungen. Leider war es ziemlich verlassen und bitterkalt als wir frühmorgens hier ankamen. Dann haben wir auch noch bemerkt, dass die Straße die durch den Park führt, komplett gesperrt ist. Nachdem wir das Tourist Office gefunden hatten und den Ranger beim Putzen trafen, sagte er uns, dass kaum Wanderungen möglich sind und auch die Information über den ganzen Winter geschlossen ist. Wir sind also einen ziemlichen Umweg gefahren für einen Park der zu 90% geschlossen ist. Wir beschlossen noch eine kleine Wanderung um den See im Park zu machen und anschließend einen Fahrtag einzulegen. Es war so kalt, dass sogar Marc seine Weihnachtsmannstiefel auspacken musste. 😊

Tag 5: Welcome San Francisco!

Dank unseres Fahrtages waren wir schon am 15.02. in San Francisco. Wir frühstückten mit Meerblick und machten uns anschließend auf den Weg zur Golden Gate Bridge – natürlich mit Blume im Haar 😊 Es war wunderschönes Wetter und wir machten ein paar Fotos und stellten unser Auto anschließend auf einem kostenfreien Strandparkplatz ab und wollten die Stadt zu Fuß erkunden. Wir liefen durch die Straßen und kleinere Parks, über Chinatown und bis nach Downtown. Die Stadt war sehr sauber und die Straßen extrem steil. An einigen Stellen war der Fußweg an der Straßenseite sogar eine Treppe!!! In Chinatown war einmal wieder ein Gewusel und Getümmel, denn es war gerade Wochenmarkt – oder vielleicht ist dieser Markt auch jeden Tag, wir wissen es nicht. Es wurde frischer Fisch verkauft und -genau wie in Vancouver- Seegurken aus dem Glas 😀 Unterwegs sahen wir auch die bekannte Cable Car und kamen rein zufällig an der bekannten Serpentinen –  Straße vorbei. Wir lernten San Francisco bei schönstem Wetter von seiner besten Seite kennen und hatten einen wunderschönen Tag. Am Abend ging es weiter Richtung Yosemite Nationalpark.

Ein Gedanke zu „USA – Westküste: Roadtrip

  1. Jürgen Holzhäuser

    Hallo ihr lieben,
    es ist sehr ergreifend und mitfühlend eure Reiseerlebnisse mit zu verfolgen zu können. Es sind wunderschöne Bilder die ihr guten Freunden zur Ansicht ausgesucht habt. Vielen Dank dafür. Wir wünschen euch für eure weitere Reise weiterhin viel Spass.

    seid ganz lieb gegrüsst
    von euer Verwandschaft aus der Oberlausitz

    besonders liebe Grüsse von Jürgen und Ulla

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